Dies ist der öffentliche Beispiel-Bericht. Er zeigt, wie ein Bericht aussieht, ist aber kein echter Kundenbericht.
Komplett-Einschätzung · Bank-Niveau
Generalsanierte Gruenderzeit-Eigentumswohnung mit Hofbalkon, Neubaugasse 68, Top 14, 1070 Wien
Neubaugasse 68, 1070 Wien · Top 14 · Wien · Österreich
677.740 €
609.966 €
23.728 €
Diese Instandsetzung kommt zum Kaufpreis dazu. Der Bericht schätzt sie auf 23.728 € bis 54.728 €.
Was Sie hier haben
Die Komplett-Einschätzung zu diesem Objekt: Ihre Unterlagen sind gelesen und gegen das Inserat gehalten.
- 10 Kapitel, jedes einzeln abrufbar
- Verlässlichkeit der Einschätzung: mittel
- 12 Warnsignale, davon 4 schwer, und 6 Chancen
- 13 Unterlagen einzeln bewertet, 6 Belastungsproben gerechnet
- Prüfnummer 7ABA98AF-5F78-442B-8469-53AFAA6979B3 ✓
Tiefer geht es nicht
Beleihungswert, Ertragswert und die Belastungsproben stehen im Reiter Bank-Analyse, die Frageliste für den Termin im Fragenkatalog dort. Eine tiefere Prüfung gibt es bei Scan my Home nicht.
Was Sie jetzt tun können
Was das Objekt wirklich wert ist
Marktwert
677.740 €
fairer Verkehrswert, wie ein Gutachten
Konservativer Wert (−10%)
609.966 €
Ihre Verhandlungsobergrenze, damit rechnen Sie
Warum genau dieser Wert und kein anderer
Warum nicht höher
Ein höherer Wert scheitert an drei belegten Punkten. Erstens der Energiezustand: 78,4 kWh/m²a, ungedämmte Außenwand mit 1,32 W/m²K und Fenster mit 1,40 W/m²K, also Klasse C und nicht B. Zweitens die Kostenfront der Gemeinschaft: 12.728 € Sonderumlage-Anteil und eine nach der Entnahme auf 21.200 € reduzierte Rücklage bei 68 Objekten. Drittens findet sich im Bezirk kein vergleichbares Bestandsobjekt oberhalb von 8.428 € je m², und das dortige Vergleichsobjekt ist kleiner, im Erstbezug-Standard und ohne anstehende Umlage. Auch die eingetragene Hof-Dienstbarkeit und die Baustelle im Dachgeschoss sprechen gegen einen Aufschlag.
Warum nicht niedriger
Ein niedrigerer Wert wäre durch die Vergleichsdaten nicht zu halten. Unsanierte Wohnungen im Bezirk werden bei 3.601 € je m² angeboten, sanierte Bestandswohnungen mit Lift bei 6.507 € je m² ohne Freifläche, hochwertig sanierte bei 8.428 € je m². Diese Wohnung ist 2018 generalsaniert, hat einen 2024 getauschten Lift, Fernwärme, 3,18 m Raumhöhe, Stuck und einen Hofbalkon von 6,80 m², liegt also klar über dem mittleren Vergleichsniveau. Die Marktstatistik für den Bezirk weist für diese Größenklasse sogar 9.980 € je m² aus. 7.210 € je m² ist damit die belegte Mitte, nicht das Maximum.
Wert-Herleitung auf einen Blick
Das goldene Band ist die Marktwert-Spanne, der Strich der Marktwert dieses Objekts. Beides auf derselben Skala wie die Balken darüber.
Vom Angebot über den marktüblichen Verhandlungsabschlag und die objektspezifischen Zu- und Abschläge zum Marktwert, dann der fixe Sicherheitsabschlag zum konservativen Wert.
Wie dieser Wert zustande kommt, Schritt für Schritt
Objektbezogene Anpassungen auf den Markt-Basiswert:
Marktwert-Spanne: 609.966 € – 745.514 €. Mehr als die Verhandlungsobergrenze zu bieten heißt, ohne Sicherheitspuffer zu kaufen.
Begründung
Es liegt kein Angebotspreis vor, bewertet wird der Verkehrswert. Grundlage ist die belegte Wohnnutzfläche von 87,40 m² aus dem Raumbuch, nicht die genannten 94 m². Als Markt-Basiswert setze ich 7.000 € je m² für eine durchschnittlich sanierte Gründerzeit-Eigentumswohnung dieser Größe mit Lift im 7. Bezirk. Das stützt sich auf aktuelle Vergleichsinserate der Gegend zwischen 3.601 € je m² unsaniert und 8.428 € je m² hochwertig saniert sowie auf eine Marktstatistik, die für Wohnungen von 81 bis 129 m² im Bezirk im 2. Quartal 2026 im Schnitt 9.980 € je m² nennt, ein Wert, der von Dachgeschoss- und Neubauprojekten nach oben gezogen wird. Die objektspezifischen Merkmale sind einzeln in den Anpassungen abgebildet und ergeben in der Summe plus 3 Prozent. Daraus folgt 7.000 € je m² mal 87,40 m² mal 1,03 gleich 630.154 € Marktwert, das sind 7.210 € je m², bei einer engen Spanne von 595.000 € bis 665.000 €. Als eigene Sicherheitslinie weise ich 567.139 € aus, also den Marktwert minus zehn Prozent; das ist die empfohlene Kauf-Obergrenze. Der marktübliche Abschlag zwischen Angebotspreis und tatsächlichem Kaufpreis liegt in Wien derzeit bei etwa 5 Prozent; er ist reine Verhandlungsinformation und nicht in den Wert eingerechnet. Der ermittelte Marktwert liegt 10.154 € über der Wertvorstellung des Eigentümers von 620.000 €. Der Abstand ist gering und erklärt sich daraus, dass die Vorstellung offenbar auf 94 m² beruht, während die belegte Fläche kleiner ist, die hohe Ausstattungsqualität und der neue Lift diesen Flächenabzug aber weitgehend ausgleichen. Nach einem Verkauf zum ermittelten Wert und Abzug der offenen Belastung von 380.000 € blieben dem Eigentümer 250.154 €, wobei Vorfälligkeitsentschädigung, Steuern und Verkaufsnebenkosten davon noch abgehen können.
konservativ
609.966 €
Marktkorrektur von 10 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau, Sonderumlage wie beschlossen, keine weitere Maßnahme der Gemeinschaft. Dieser Wert ist zugleich die empfohlene Kauf-Obergrenze.
basis
677.740 €
Preisniveau des 7. Bezirks bleibt stabil, Sanierung wird zu den beschlossenen 1.480.000 € brutto abgewickelt, Fläche 87,40 m², Energieklasse C zum Kaufzeitpunkt.
optimistisch
745.514 €
Hofseitige Sanierung 2027 fertiggestellt, neuer Energieausweis bestätigt die Prognose von rund 46 kWh/m²a und damit Klasse B, Dachgeschossausbau abgeschlossen, weiterhin knappes Angebot an sanierten Altbauwohnungen mit Freifläche im Bezirk.
Kosten-Rechner
Stellen Sie Kaufpreis, Nebenkosten und Sanierung ein und sehen Sie sofort, was Sie wirklich zahlen. Die empfohlene Obergrenze ist der konservative Wert.
Vergleichsobjekte
Preis pro m² im Vergleich
Nach dem Preis pro m² liegt dieses Objekt auf Rang 5 von 6 (Rang 1 = niedrigster Preis pro m²).
Die 5 Vergleichsobjekte einzeln, mit Preis, Fläche und Quelle
Gepflegte Altbauwohnung im 3. Liftstock, Neubaugasse, 1070 WienQ2Ähnlichkeit 74auf Liste geprüft 09.09.2026
Dieselbe Straße, klassisches Altbauwohnhaus, Lift vorhanden, ähnliche Etage. Abweichung: 18 m² kleiner, 2 Zimmer, keine Freifläche, kein Hinweis auf eine Generalsanierung des Bades und der Küche. Zeigt das Niveau für gepflegten, nicht generalsanierten Bestand an derselben Adresse.
Auf dem Portal ansehen → Aktuelles Inserat auf einem Immobilienportal, Stand September 2026449.000 €
69 m² · 6.507 €/m²
Sanierte 2-Zimmer-Altbauwohnung, Bernardgasse, 1070 Wien, Stuck, Designbad, ruhige LageQ1Ähnlichkeit 72auf Liste geprüft 09.09.2026
Gleicher Bezirk, gleicher Haustyp, ähnlich hochwertig saniert mit Stuck und neuem Bad. Abweichung: nur 2 Zimmer, 10 m² kleiner, keine ausgewiesene Freifläche, keine beschlossene Sonderumlage. Markiert die Obergrenze des Bezirksniveaus für sanierten Bestand.
Zum Inserat → Aktuelles Inserat, in der Trefferliste eines Immobilienportals gefunden, Stand September 2026649.000 €
77 m² · 8.429 €/m²
3-Zimmer-Erstbezug im 4. OG, Kaiserstraße, 1070 WienQ4Ähnlichkeit 62auf Liste geprüft 09.09.2026
Gleiche Zimmerzahl, nahezu gleiche Fläche, gleiche Etage im 7. Bezirk, Zustand sogar neuwertig. Abweichung: Randlage des Bezirks nahe dem Gürtel statt Kernlage Neubaugasse, keine erhaltenen Stuckdecken und keine 3,18 m Raumhöhe. Belegt, dass die Mikrolage innerhalb des Bezirks über 1.500 € je m² Unterschied macht.
Auf dem Portal ansehen → Aktuelles Inserat auf einem Immobilienportal, Stand September 2026474.000 €
83 m² · 5.711 €/m²
Unsanierte 3,5-Zimmer-Wohnung im sanierten Stilaltbau, Neustiftgasse, 1070 Wien, 1. Liftstock, Baujahr 1900Q3Ähnlichkeit 58auf Liste geprüft 09.09.2026
Fast identische Fläche, gleicher Bezirk, Lift vorhanden, Baujahr 1900. Abweichung: unsaniert, Lage direkt am Lerchenfelder Gürtel mit deutlich höherer Lärmbelastung, niedrige Etage, keine Freifläche. Der Abstand von rund 3.600 € je m² zum bewerteten Objekt beziffert den Markt-Aufpreis für Generalsanierung, ruhige Grätzllage und Balkon.
Auf dem Portal ansehen → Aktuelles Inserat auf einem Immobilienportal, Stand September 2026298.890 €
83 m² · 3.601 €/m²
Großzügige 4,5-Zimmer-Wohnung, Kirchengasse, 1070 Wien, zwei Einheiten laut GrundbuchQ5Ähnlichkeit 48auf Liste geprüft 09.09.2026
Kernlage des Bezirks, Altbau, größere Fläche. Abweichung: rechtlich zwei Einheiten und damit erst zusammenzulegen, Zustand nicht generalsaniert, keine ausgewiesene Freifläche. Dient als Untergrenze für große Altbauwohnungen in Kernlage mit Umbaubedarf.
Auf dem Portal ansehen → Aktuelles Inserat auf einem Immobilienportal, Stand September 2026560.000 €
112 m² · 5.000 €/m²
Marktniveau
Diese Zahlen beschreiben den Markt als Ganzes, nicht ein einzelnes Objekt. Sie ordnen dieses Objekt ein und gehen in die Bewertung nicht als Vergleichsobjekt ein.
Marktstatistik Kaufpreise Wohnungen, Wien 7. Bezirk Neubau, Größenklasse 81 bis 129 m², Auswertung 2. Quartal 2026
9.980 € / m²
Eine Statistik beschreibt den gesamten Bezirksmarkt und keine einzelne Wohnung, daher ist kein Ähnlichkeitswert sinnvoll. Der Wert enthält auch Dachgeschoss- und Neubauprojekte und liegt deshalb über dem Niveau des sanierten Bestands; er dient nur als Obergrenzen-Orientierung.
Quelle: Marktstatistik einer laufenden Kaufpreis-Auswertung für den Bezirk, Stand 2. Quartal 2026; die Quelle nennt für diese Größenklasse keinen einzelnen Durchschnittspreis und keine Durchschnittsfläche, daher 0 eingetragen · Q6
Belegregister: 40 geprüfte Quellen
Jede konsultierte Quelle trägt ihre eigene Nummer. Die Vergleichsobjekte oben verweisen mit ihrer Q-Nummer hierher, damit Sie jede Angabe selbst nachprüfen können.
- Q1Sanierte 2-Zimmer-Altbauwohnung, Bernardgasse, 1070 Wien, Stuck, Designbad, ruhige LageVergleichsobjekt
- Q2Gepflegte Altbauwohnung im 3. Liftstock, Neubaugasse, 1070 WienVergleichsobjekt
- Q3Unsanierte 3,5-Zimmer-Wohnung im sanierten Stilaltbau, Neustiftgasse, 1070 Wien, 1. Liftstock, Baujahr 1900Vergleichsobjekt
- Q43-Zimmer-Erstbezug im 4. OG, Kaiserstraße, 1070 WienVergleichsobjekt
- Q5Großzügige 4,5-Zimmer-Wohnung, Kirchengasse, 1070 Wien, zwei Einheiten laut GrundbuchVergleichsobjekt
- Q6Marktstatistik Kaufpreise Wohnungen, Wien 7. Bezirk Neubau, Größenklasse 81 bis 129 m², Auswertung 2. Quartal 2026Vergleichsobjekt
- Q7https://www.immo-barometer.at/kaufpreise/gemeinde/90701/ (Kaufpreise Wohnungen Wien 7. Bezirk Neubau, Q2/2026)Quelle
- Q8https://www.immosuchmaschine.at/Wien-7.Bezirk-Neubau/Altbauwohnungen-kaufen (Angebotsliste Altbauwohnungen 1070, Stand September 2026)Quelle
- Q9https://www.immobilienscout24.at/expose/6a9d25f7b90b0a16dd732fa9 (Vergleichsobjekt Neubaugasse)Quelle
- Q10https://www.wohnnet.at/immobilien/etagenwohnung-1070-wien-neubau-kauf-2-zimmer-297610856 (Vergleichsobjekt Bernardgasse)Quelle
- Q11https://wien.arbeiterkammer.at/beratung/Wohnen/mietwohnung/mietzins/Richtwertmietzins.html (Richtwertmietzins, Lagezuschlag, Gründerzeitviertel)Quelle
- Q12https://www.oesterreich.gv.at/de/themen/umwelt_und_klima/energie_und_ressourcen_sparen/1/sanierungsoffensive (Sanierungsoffensive 2026)Quelle
- Q13https://www.wohnfonds.wien.at/thewosan (Wiener Wohnhaussanierungsförderung THEWOSAN)Quelle
- Q14https://www.infina.at/ratgeber/immobilienpreise-in-oesterreich/ (Preisentwicklung Österreich und Wien)Quelle
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Kaufen ja, aber zu 567.139 € und mit dem Sanierungspaket schriftlich geregelt
EmpfehlungDas Objekt hat Substanz und eine sehr gute Lage, der faire Marktwert liegt bei 677.740 €. Als Käufer sollten Sie höchstens 609.966 € zahlen, weil Ihnen 12.728 € Sonderumlage, eine nahezu leere Rücklage und Klasse C statt B unmittelbar zufallen.
Startgebot und Obergrenze
Starten Sie bei rund 540.000 € und gehen Sie nicht über 609.966 €. Diese Obergrenze ist der Marktwert von 677.740 € minus zehn Prozent Sicherheitsabschlag und deckt genau die Punkte ab, die Sie nach dem Kauf treffen.
Fläche im Vertrag auf 87,40 m² stellen
Das Raumbuch nennt 87,40 m² nach § 17 Abs 2 WEG 2002, die Betriebskostenabrechnung rechnet ebenso. Die genannten 94 m² sind 6,60 m² zu viel, das sind beim ermittelten Quadratmeterwert rund 47.600 €. Lassen Sie die Fläche mit Bezug auf den Einreichplan in den Vertrag schreiben.
Sonderumlage vertraglich zuordnen
Die zwei Raten von je rund 6.364 € werden am 31.03.2027 und 30.09.2027 fällig. Verlangen Sie eine Klausel, dass die Verkäuferin beide Raten trägt oder der Kaufpreis um 12.728 € reduziert wird, und dazu die schriftliche Bestätigung der Hausverwaltung über den auf Top 14 entfallenden Betrag.
Rechnen Sie mit der leeren Rücklage
Nach der Entnahme bleiben 21.200 € für 68 Objekte, rund 312 € je Objekt. Kalkulieren Sie eine eigene Reserve von mindestens 15.000 € für die nächsten fünf Jahre, insbesondere für die straßenseitige Fassade und eine mögliche Kellertrockenlegung.
Vor der Unterschrift prüfen
Aktueller Grundbuchauszug, Einverleibungsurkunde zur Hof-Dienstbarkeit von 1954, Löschungserklärung der Bank für das Pfandrecht von 380.000 €, Wohnungseigentumsvertrag samt Nutzwertgutachten, Wirtschaftsplan 2026, Protokolle 2024 und 2025, Fertigstellungsanzeige zur Zusammenlegung, Gutachten zur Kellerfeuchtigkeit, Zeitplan des Dachgeschossausbaus.
Folgekosten nach dem Kauf
Kaufnebenkosten in Österreich rund 6,5 Prozent, das sind bei 567.139 € etwa 36.864 €, dazu die laufende Vorschreibung von 524 € im Monat und die Renovierungsposten von 23.728 € bis 54.728 €. Als Vermietung trägt sich die Wohnung nicht, die zulässige Miete liegt bei rund 830 €.
Ihre Argumente
- 1Die belegte Wohnnutzfläche beträgt 87,40 m² und nicht 94 m², nachzulesen im Raumbuch des Einreichplans und in der Betriebskostenabrechnung 2025.
- 2Der Energieausweis vom 12.06.2019 weist 78,4 kWh/m²a und Klasse C aus; Klasse B ist dort ausdrücklich nur die Prognose nach der Sanierung mit Fertigstellung in Aussicht gestellt für das 4. Quartal 2027.
- 3Auf Top 14 entfallen aus dem Beschluss vom 14.03.2026 rund 12.728 € Sonderumlage, fällig 2027, und die Rücklage sinkt planmäßig auf 21.200 € für 68 Objekte.
- 4Im C-Blatt ist ein Fahrtrecht der Nachbarliegenschaft über den Innenhof eingetragen, und genau zu diesem Hof liegt der Balkon; das mindert die ungestörte Nutzung dauerhaft.
- 5Vergleichbare Bestandswohnungen im Bezirk werden zwischen 6.507 € und 8.428 € je m² angeboten, unsanierte bei 3.601 €; ein Preis über 7.210 € je m² wäre durch keines dieser Objekte gedeckt.
- 6Über der Wohnung läuft der Ausbau des 2023 verkauften Dachbodens, im Hof folgt ab dem 2. Quartal 2027 die Fassadenbaustelle; beides trifft ausgerechnet die oberste Wohnebene.
Renovierung & Vermietung
Renovierungsbedarf
Σ 23.728 € – 54.728 €
Vermietungs-Potenzial
Nachhaltig erzielbar ist hier nicht die freie Marktmiete, sondern die gesetzlich zulässige. Das Gebäude stammt laut Energieausweis und Planunterlagen aus 1897, damit liegt Vollanwendung des Mietrechtsgesetzes und der Richtwertmietzins nahe. Auf Basis des Richtwerts von 6,74 € je m², Stichtag 01.04.2026, verlautbart von Statistik Austria nach § 5 Richtwertgesetz, und marktüblicher Zuschläge für Lift, Balkon, Kellerabteil und Generalsanierung, jedoch ohne Lagezuschlag, ergibt sich eine dauerhaft ansetzbare Kaltmiete von rund 830 € im Monat, also 9.960 € im Jahr. Bezogen auf den ermittelten Marktwert entspricht das einer Bruttorendite von 1,6 Prozent. Betriebskosten, Heizung und Umsatzsteuer sind darin nicht enthalten; die Vorschreibung 2026 für Top 14 beträgt laut Abrechnung 524 € im Monat. Als Renditeobjekt trägt sich die Wohnung damit nicht, als Eigennutzung ist sie zu bewerten.
Mietpreis-Check · was ist zulässig, was ist üblich
Für Mieter und Vermieter: die zulässige Obergrenze, der marktübliche Wert und die realistische Untergrenze der Kaltmiete. So verhandeln beide Seiten mit klaren Zahlen.
700 €marktüblich
1.400 €zulässige Obergrenze
830 €
pro Monat, netto Kaltmiete
Die marktübliche Miete liegt über der gesetzlich zulässigen Obergrenze.
Rechtsrahmen
Baujahr 1897 laut Energieausweis und Planunterlagen, damit liegt eine Baubewilligung vor dem 8. Mai 1945 nahe und es ist von Vollanwendung des Mietrechtsgesetzes auszugehen. Für eine Neuvermietung gilt dann der Richtwertmietzins nach § 16 MRG auf Basis des Wiener Richtwerts von 6,74 € je m², Stichtag 01.04.2026, verlautbart von Statistik Austria nach § 5 Richtwertgesetz, zuzüglich Zu- und Abschläge für Lage und Ausstattung. Weil das Umfeld ein klassisches Gründerzeitviertel ist, ist ein Lagezuschlag nach der Rechtsprechung und der Auskunft der Arbeiterkammer grundsätzlich nicht vorgesehen. Das amtliche Gebäuderegister nennt für die zwei Gebäude im Suchradius 1875 und Bauperiode nach 1945, ohne feste Zuordnung; sollte die Baubewilligung nach dem 30.06.1953 liegen, wäre nur Teilanwendung gegeben und der Mietzins angemessen statt richtwertgebunden.
- · Der genannte Höchstwert von 830 € ist eine Netto-Größe, also Hauptmietzins ohne Betriebskosten, Heizung und Umsatzsteuer. Die zulässige Höhe im Einzelfall bestimmt sich nach den konkreten Zu- und Abschlägen und ist keine Rechtsauskunft.
- · Bei einer Vermietung tritt ein Erwerber nach § 1120 ABGB und § 2 MRG zwingend in den laufenden Mietvertrag ein, mit allen Klauseln, mit der Kaution und mit dem bestehenden Kündigungsschutz. Ein Mietvertrag unter Marktniveau ist damit ein Wertabschlag, wenn er nicht anhebbar ist.
- · Ein Mieter kann einen überhöhten Hauptmietzins im Vollanwendungsbereich des MRG innerhalb von drei Jahren geltend machen; nach Ablauf dieser Frist ist die Rückforderung für die verjährten Zeiträume verloren. Wer prüfen will, sollte das früh tun.
- · Befristungen im Vollanwendungsbereich brauchen eine Mindestdauer von drei Jahren und lösen einen Befristungsabschlag von 25 Prozent auf den zulässigen Hauptmietzins aus.
- · Übliche Kaution sind zwei bis drei Bruttomieten; sie ist gewinnbringend zu veranlagen und am Ende samt Zinsen zurückzuzahlen.
- · Umlagefähig sind die Betriebskosten nach § 21 MRG. Die Rücklagenzuführung und das Verwaltungshonorar sind für den Eigentümer teils nicht auf den Mieter überwälzbar; die Vorschreibung 2026 von 524 € im Monat ist daher nicht deckungsgleich mit den umlagefähigen Betriebskosten.
- · Eine beschlossene Sonderumlage wie die 12.728 € Anteil für Top 14 ist Eigentümersache und keine Betriebskostenposition, die auf einen Mieter überwälzt werden darf.
Orientierung, keine Rechtsberatung. Die genaue Zulässigkeit im Einzelfall prüft eine Mietervereinigung, ein Anwalt oder die Schlichtungsstelle.
2 Förderprogramme passen zu diesem Objekt, mit Höhe und Voraussetzung
Diese aktuellen Programme passen zu Objekt und geplanter Sanierung. Wichtig: Förderungen müssen meist VOR Beginn der Maßnahme beantragt werden.
thermische Sanierung der Gebäudehülle bei Wohnhäusern, also Fassadendämmung, Fenstertausch und begleitende Erhaltungsarbeiten, hier die beschlossene hofseitige Fassaden- und Fenstersanierung
Höhelaufende Förderung der Sanierungskosten nach Umfang und erreichter thermischer Qualität, Antragstellung durch die Eigentümergemeinschaft; die konkrete Höhe hängt vom eingereichten Konzept ab
Voraussetzung: Antrag durch die Eigentümergemeinschaft beziehungsweise die Hausverwaltung VOR Baubeginn, Einhaltung der thermischen Zielwerte nach den speziellen Förderungsvoraussetzungen, Stand 06.02.2026. Für den Käufer heißt das: klären, ob die Verwaltung den Antrag gestellt hat, denn eine Förderung senkt die Sonderumlage unmittelbar.
Zum Programm →thermisch-energetische Sanierung von Gebäuden, die zum Zeitpunkt der Antragstellung älter als 15 Jahre sind
Höhekeine Angabe möglich, da derzeit keine Antragstellung offen ist
Voraussetzung: Nach der amtlichen Programminformation ist seit dem 02.02.2026 keine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus mehr möglich. Vor einer Kalkulation mit dieser Förderung ist die Programmseite auf eine Wiedereröffnung zu prüfen. Der Kesseltausch-Teil der Offensive greift hier nicht, weil das Haus seit 2011 an die Fernwärme angeschlossen ist.
Zum Programm →Angaben ohne Gewähr, Programme und Konditionen ändern sich. Verbindlich ist die jeweilige offizielle Programmseite.
Scan-my-Home-Bericht · KI-gestützte Indikation, kein beeidetes Verkehrswertgutachten · Bewertung konservativ inkl. 10 % Sicherheitsabschlag · Zins-/Marktdaten Stand 2026-07 · Version 663
Wert heute neu einschätzen lassen
Objektdaten, Grundriss und Lage bleiben, wie sie sind. Wir recherchieren nur die Markteinschätzung neu, mit aktuellen Vergleichsobjekten, und legen einen eigenen, verknüpften Bericht mit dem heutigen Stand an. Kostet 3,00 € mit Umsatzsteuer.