Estland · Pärnu
Kaufnebenkosten in Pärnu
Die Nebenkosten entscheiden mit darüber, ob eine Finanzierung aufgeht, denn sie sind in der Regel nicht beleihbar und müssen aus Eigenkapital kommen.
Die Posten, die feststehen
Ein Teil der Nebenkosten ist gesetzlich festgelegt oder folgt einem amtlichen Tarif. Über diesen Teil lässt sich nicht verhandeln, er lässt sich nur genau berechnen. Dazu gehören je nach Land die Steuer auf den Erwerb, die Eintragung im Register und die Gebühr der beurkundenden Stelle.
Die Posten, über die verhandelt wird
Der andere Teil ist frei vereinbart, allen voran die Vergütung des Vermittlers. Wer sie trägt und in welchem Verhältnis, ist in mehreren Ländern in den letzten Jahren geändert worden.
Die Vergütung des Vermittlers
Sie ist der größte verhandelbare Posten. Mehrere Länder haben in den letzten Jahren festgelegt, dass sie zu teilen ist oder dass sie zahlt, wer den Vermittler beauftragt hat. Wer den Vertrag vor der Besichtigung liest, weiß, welche Fassung für ihn gilt.
Die Kosten der Finanzierung
Schätzkosten, Bereitstellungszinsen und die Eintragung der Sicherheit gehören zum Kauf, tauchen aber in keiner Nebenkostenübersicht des Vermittlers auf. Sie gehören trotzdem in die Rechnung, bevor eine Zusage gegeben wird.
Warum die regionale Ebene zählt
Mehrere Länder überlassen den Steuersatz der Region. Derselbe Kaufpreis kostet dann in zwei Regionen unterschiedlich viel Steuer, und der Unterschied ist groß genug, um eine Finanzierung zu kippen.
Was gern vergessen wird
Neben den vier großen Posten fallen regelmäßig an: die Kosten für die Löschung alter Eintragungen des Verkäufers, die Gebühr für die Eintragung der Finanzierung und, bei Wohnungen, die anteilige Zuführung zur Rücklage.
Was in der Stadt Pärnu gilt
In der Schutzzone von Pärnu sind Materialien verboten, die traditionelle Baustoffe nur nachahmen, etwa Kunststoffverkleidungen, ziegelimitierendes Blech oder dünner Imitationsputz. Das gilt für Bestandsgebäude ebenso wie für Neubauten.
Grundlage: Pärnu muinsuskaitseala kaitsekord, Korraldus Nr. 42 der Regierung der Republik Estland vom 02.02.2023, Punkt 16 Absatz 3 und Punkt 18 Absatz 3; in Kraft seit 17.02.2023
In der Schutzzone von Pärnu müssen Wärmepumpen, vom Dach optisch abweichende Solarpaneele und Elektroschaltschränke so platziert werden, dass sie von öffentlichen Flächen aus möglichst wenig sichtbar sind.
Grundlage: Pärnu muinsuskaitseala kaitsekord, Korraldus Nr. 42 der Regierung der Republik Estland vom 02.02.2023, Punkt 16 Absatz 8 und Punkt 17 Absatz 5; in Kraft seit 17.02.2023
In der Schutzzone von Pärnu müssen Dachgauben, besonders von der Straße aus sichtbare, sich architektonisch in das Gebäude einfügen und den Fassadenrhythmus respektieren.
Grundlage: Pärnu muinsuskaitseala kaitsekord, Korraldus Nr. 42 der Regierung der Republik Estland vom 02.02.2023, Punkt 16 Absatz 10; in Kraft seit 17.02.2023
Die Rechtslage in Estland
Worauf gerechnet wird
Gerechnet wird auf den Kaufpreis. Eine Grunderwerbsteuer gibt es nicht; der Käufer zahlt nur die Notar- und die Staatsgebühr, die nach dem Wert gestaffelt sind.
Die einzelnen Posten
Grunderwerbsteuer (gesetzlich fest): Es fällt KEINE Grunderwerbsteuer an. Estland kennt keine Erwerbsteuer auf Immobilienkäufe und ist damit eines der günstigsten Länder der EU für den Kauf. Der Käufer trägt nur die Notar- und die Staatsgebühr. Notar (amtlicher Tarif): Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Gebühr folgt einem staatlich festgelegten Staffeltarif nach dem Transaktionswert, markttypisch 300 bis 1.200 Euro. Käufer und Verkäufer teilen sie häufig. Staatliche Grundbuchgebühr (gesetzlich fest): Für die Eintragung des Eigentumsübergangs ins Grundbuch fällt eine nach dem Wert gestaffelte Staatsgebühr (riigilõiv) an, markttypisch rund 100 bis 300 Euro. Ein fester, gestaffelter Betrag, kein Prozentsatz. Maklerprovision (frei vereinbar): Zwei bis vier Prozent, frei vereinbar und optional. Wer den Makler beauftragt, trägt die Provision; in Estland läuft ein Teil der Käufe auch ganz ohne Makler.
Umsatzsteuer beim Erwerb
Der Kauf einer Bestandswohnung von privat ist umsatzsteuerfrei; eine Grunderwerbsteuer fällt ebenfalls nicht an. Beim Neubau vom Bauträger fällt Umsatzsteuer zum Normalsatz von 24 Prozent an.
Grundlage: Kaufnebenkosten Estland. Zuletzt am Gesetzestext geprüft: 2026-07-28.
Häufige Fragen
Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?
Die meisten Banken finanzieren nur den Kaufpreis, weil die Nebenkosten keinen beleihbaren Gegenwert schaffen. Sie sind deshalb der Teil, der aus Eigenkapital kommen muss.
Lässt sich die Steuer auf den Erwerb senken?
In engen Grenzen, etwa indem bewegliches Zubehör im Vertrag getrennt ausgewiesen wird, soweit das der Wahrheit entspricht. Ein zu hoch angesetzter Anteil fällt bei einer Prüfung auf und kostet mehr, als er spart.
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