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Norwegen · Røros

Kaufnebenkosten in Røros

Die Nebenkosten entscheiden mit darüber, ob eine Finanzierung aufgeht, denn sie sind in der Regel nicht beleihbar und müssen aus Eigenkapital kommen.

Die Posten, die feststehen

Ein Teil der Nebenkosten ist gesetzlich festgelegt oder folgt einem amtlichen Tarif. Über diesen Teil lässt sich nicht verhandeln, er lässt sich nur genau berechnen. Dazu gehören je nach Land die Steuer auf den Erwerb, die Eintragung im Register und die Gebühr der beurkundenden Stelle.

Die Posten, über die verhandelt wird

Der andere Teil ist frei vereinbart, allen voran die Vergütung des Vermittlers. Wer sie trägt und in welchem Verhältnis, ist in mehreren Ländern in den letzten Jahren geändert worden.

Die Vergütung des Vermittlers

Sie ist der größte verhandelbare Posten. Mehrere Länder haben in den letzten Jahren festgelegt, dass sie zu teilen ist oder dass sie zahlt, wer den Vermittler beauftragt hat. Wer den Vertrag vor der Besichtigung liest, weiß, welche Fassung für ihn gilt.

Die Kosten der Finanzierung

Schätzkosten, Bereitstellungszinsen und die Eintragung der Sicherheit gehören zum Kauf, tauchen aber in keiner Nebenkostenübersicht des Vermittlers auf. Sie gehören trotzdem in die Rechnung, bevor eine Zusage gegeben wird.

Warum die regionale Ebene zählt

Mehrere Länder überlassen den Steuersatz der Region. Derselbe Kaufpreis kostet dann in zwei Regionen unterschiedlich viel Steuer, und der Unterschied ist groß genug, um eine Finanzierung zu kippen.

Was gern vergessen wird

Neben den vier großen Posten fallen regelmäßig an: die Kosten für die Löschung alter Eintragungen des Verkäufers, die Gebühr für die Eintragung der Finanzierung und, bei Wohnungen, die anteilige Zuführung zur Rücklage.

Was in der Stadt Røros gilt

In der Denkmalschutzzone des historischen Zentrums von Røros darf eine nach 1960 errichtete Garage nur durch eine neue Garage von höchstens 35 Quadratmetern Grundfläche und höchstens 4 Metern Firsthöhe ersetzt werden, und der Bauantrag muss dem Byantikvar zur schriftlichen Stellungnahme vorgelegt werden.

Grundlage: Områdeplan for Røros sentrum, PID 20230002, § 12.1.3 und § 12.1.5; Kommunestyre Røros, endgültig beschlossen 19.06.2025

Die Rechtslage in Norwegen

Worauf gerechnet wird

Gerechnet wird auf den Kaufpreis, für die Dokumentenabgabe auf den Marktwert. Ob die Abgabe anfällt, hängt entscheidend von der Eigentumsform ab: Selbsteigentum oder Genossenschaftsanteil.

Die einzelnen Posten

Dokumentenabgabe (gesetzlich fest): 2,5 Prozent des Marktwerts bei der Eintragung des Eigentums, gezahlt vom Käufer. WICHTIG: Die Abgabe fällt nur beim Kauf einer Selbsteigentums-Immobilie (selveier) an. Beim Kauf einer Genossenschaftswohnung (borettslag) entfällt sie ganz, weil man Anteile und nicht das Grundstück erwirbt; dort liegen die Nebenkosten bei nur 0,5 bis 1,5 Prozent. Grundbuch-Eintragung (gesetzlich fest): Feste Gebühr von 545 Kronen für die Eintragung der Eigentumsurkunde; wird die Immobilie finanziert, kommen je Hypothek weitere 545 Kronen hinzu. Ein fester Betrag, kein Prozentsatz. Makler oder Anwalt (frei vereinbar): Zwei bis vier Prozent, frei vereinbar. Üblicherweise beauftragt und zahlt der Verkäufer den Makler (eiendomsmegler), für den Käufer fällt dann nichts an. Einen Notar gibt es in Norwegen nicht.

Umsatzsteuer beim Erwerb

Der Kauf einer Wohnung von privat ist umsatzsteuerfrei. Wohnimmobilien unterliegen in Norwegen nicht der Umsatzsteuer; der Normalsatz von 25 Prozent betrifft den Kauf nicht. Beim Neubau ist die Umsatzsteuer auf die Baukosten bereits im Preis enthalten.

Grundlage: Kaufnebenkosten Norwegen. Zuletzt am Gesetzestext geprüft: 2026-07-28.

Häufige Fragen

Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?

Die meisten Banken finanzieren nur den Kaufpreis, weil die Nebenkosten keinen beleihbaren Gegenwert schaffen. Sie sind deshalb der Teil, der aus Eigenkapital kommen muss.

Lässt sich die Steuer auf den Erwerb senken?

In engen Grenzen, etwa indem bewegliches Zubehör im Vertrag getrennt ausgewiesen wird, soweit das der Wahrheit entspricht. Ein zu hoch angesetzter Anteil fällt bei einer Prüfung auf und kostet mehr, als er spart.

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