Lettland · Riga
Kaufnebenkosten in Riga
Die Nebenkosten entscheiden mit darüber, ob eine Finanzierung aufgeht, denn sie sind in der Regel nicht beleihbar und müssen aus Eigenkapital kommen.
Die Posten, die feststehen
Ein Teil der Nebenkosten ist gesetzlich festgelegt oder folgt einem amtlichen Tarif. Über diesen Teil lässt sich nicht verhandeln, er lässt sich nur genau berechnen. Dazu gehören je nach Land die Steuer auf den Erwerb, die Eintragung im Register und die Gebühr der beurkundenden Stelle.
Die Posten, über die verhandelt wird
Der andere Teil ist frei vereinbart, allen voran die Vergütung des Vermittlers. Wer sie trägt und in welchem Verhältnis, ist in mehreren Ländern in den letzten Jahren geändert worden.
Die Vergütung des Vermittlers
Sie ist der größte verhandelbare Posten. Mehrere Länder haben in den letzten Jahren festgelegt, dass sie zu teilen ist oder dass sie zahlt, wer den Vermittler beauftragt hat. Wer den Vertrag vor der Besichtigung liest, weiß, welche Fassung für ihn gilt.
Die Kosten der Finanzierung
Schätzkosten, Bereitstellungszinsen und die Eintragung der Sicherheit gehören zum Kauf, tauchen aber in keiner Nebenkostenübersicht des Vermittlers auf. Sie gehören trotzdem in die Rechnung, bevor eine Zusage gegeben wird.
Warum die regionale Ebene zählt
Mehrere Länder überlassen den Steuersatz der Region. Derselbe Kaufpreis kostet dann in zwei Regionen unterschiedlich viel Steuer, und der Unterschied ist groß genug, um eine Finanzierung zu kippen.
Was gern vergessen wird
Neben den vier großen Posten fallen regelmäßig an: die Kosten für die Löschung alter Eintragungen des Verkäufers, die Gebühr für die Eintragung der Finanzierung und, bei Wohnungen, die anteilige Zuführung zur Rücklage.
Was in der Stadt Riga gilt
In Vecrīga, der Altstadt von Riga, muss die Höhe eines Neubaus zwischen denkmalgeschützten Gebäuden von der Staatlichen Denkmalschutzinspektion und dem Bauamt der Stadt Riga genehmigt werden. Sie darf die höchste Nachbarbebauung um höchstens ein Geschoss überschreiten, zusätzlich gilt die im örtlichen Bebauungsplan festgelegte Höchsthöhe.
Grundlage: Vorschriften zur Erhaltung und zum Schutz des historischen Zentrums von Riga (Ministru kabineta noteikumi Nr. 127), Punkt 7.1.2; Zone Vecrīga (daļa Nr. 1), in Kraft seit 12.03.2004
Beim Umbau eines Gebäudes in Vecrīga, der Altstadt von Riga, ist es verboten, originale historische Fenster und Außentüren an Fassaden zu verändern, die vom öffentlichen Raum aus sichtbar sind. Verboten sind außerdem Spiegelglas und Kunststoffverkleidungen.
Grundlage: Vorschriften zur Erhaltung und zum Schutz des historischen Zentrums von Riga (Ministru kabineta noteikumi Nr. 127), Punkt 6.2; gilt im gesamten historischen Zentrum von Riga einschließlich Vecrīga, in Kraft seit 12.03.2004
Bei kulturhistorisch einzigartigen, sehr wertvollen und wertvollen Gebäuden in Vecrīga, der Altstadt von Riga, muss die historische Dachform erhalten bleiben. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn eine Änderung das Dachbild verbessert oder für den Erhalt des Gebäudes nötig ist.
Grundlage: Vorschriften zur Erhaltung und zum Schutz des historischen Zentrums von Riga (Ministru kabineta noteikumi Nr. 127), Punkt 7.1.4; Zone Vecrīga (daļa Nr. 1), in Kraft seit 12.03.2004
Die Rechtslage in Lettland
Worauf gerechnet wird
Gerechnet wird auf den Kaufpreis oder den Katasterwert, je nachdem welcher höher ist. Größter Posten ist die staatliche Gebühr bei der Grundbucheintragung.
Die einzelnen Posten
Staatliche Grundbuchgebühr (gesetzlich fest): 1,5 Prozent des Immobilienwerts als staatliche Gebühr (valsts nodeva) bei der Eintragung des Eigentums ins Grundbuch, gezahlt vom Käufer. Das ist praktisch die einzige große Erwerbsabgabe; eine gesonderte Grunderwerbsteuer kennt Lettland nicht. Notar (amtlicher Tarif): Der Notar beurkundet und beglaubigt den Kauf. Die Gebühr liegt bei rund 0,2 bis 0,8 Prozent des Kaufpreises zuzüglich 21 Prozent Umsatzsteuer. Maklerprovision (frei vereinbar): Zwei bis fünf Prozent, frei vereinbar. Wer den Makler beauftragt, trägt die Provision; ein Teil der Käufe läuft auch ohne Makler.
Umsatzsteuer beim Erwerb
Der Kauf einer Bestandswohnung von privat ist umsatzsteuerfrei. Beim Neubau vom Bauträger fällt Umsatzsteuer zum Normalsatz von 21 Prozent an.
Grundlage: Kaufnebenkosten Lettland. Zuletzt am Gesetzestext geprüft: 2026-07-28.
Häufige Fragen
Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?
Die meisten Banken finanzieren nur den Kaufpreis, weil die Nebenkosten keinen beleihbaren Gegenwert schaffen. Sie sind deshalb der Teil, der aus Eigenkapital kommen muss.
Lässt sich die Steuer auf den Erwerb senken?
In engen Grenzen, etwa indem bewegliches Zubehör im Vertrag getrennt ausgewiesen wird, soweit das der Wahrheit entspricht. Ein zu hoch angesetzter Anteil fällt bei einer Prüfung auf und kostet mehr, als er spart.
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