AL · Berat
Steuer beim Immobilienverkauf in Berat
Der Gewinn aus einem Immobilienverkauf ist in fast allen Ländern steuerpflichtig. Wie hoch, ab wann und mit welchen Ausnahmen, unterscheidet sich erheblich, und die Ausnahmen sind der Teil, an dem das meiste Geld hängt.
Worauf die Steuer überhaupt anfällt
Besteuert wird in der Regel nicht der Verkaufspreis, sondern der Gewinn: der Erlös abzüglich dessen, was Sie damals bezahlt und seither investiert haben. Wer die alten Rechnungen für Sanierungen nicht mehr findet, versteuert einen Gewinn, den er nie gemacht hat.
Die Befreiungen, nach denen niemand fragt
Fast jede Rechtsordnung kennt Ausnahmen, und sie greifen nicht von selbst. Wer sie nicht kennt, zahlt freiwillig.
Das selbst bewohnte Objekt
Wer die Immobilie selbst bewohnt hat, ist in mehreren Ländern ganz oder teilweise befreit. An welche Dauer und an welchen Zeitpunkt das geknüpft ist, entscheidet über einen fünfstelligen Betrag.
Die Haltedauer
Mehrere Länder besteuern nur, wer innerhalb einer bestimmten Frist wieder verkauft. Ein Verkauf wenige Monate nach Ablauf kann deutlich günstiger sein als einer davor.
Wer die Steuer abführt
In einigen Ländern führt der Vertragserrichter oder der Notar die Steuer direkt ab, in anderen erklären Sie sie selbst. Der Unterschied ist wichtig: Im ersten Fall geht das Geld nie über Ihr Konto, im zweiten müssen Sie es zurücklegen.
Was Sie vorher zusammensuchen sollten
Den alten Kaufvertrag, die Nebenkosten von damals und jede Rechnung für Maßnahmen, die über bloße Erhaltung hinausgingen. Alles davon senkt den steuerpflichtigen Gewinn, und alles davon muss belegt sein.
Was in der Stadt Berat gilt
Im historischen Kern von Berat sind Neubauten nicht erlaubt. Zulässig sind nur Erhaltung, Restaurierung und Wiederaufbau auf dem bestehenden Gebäudegrundriss.
Grundlage: VKM Nr. 827/2023, Schutzplan für Berat, Artikel 6 Absatz 2 und Absatz 5; in Kraft seit Veröffentlichung im Fletorja Zyrtare
In der Pufferzone III um die Altstadt von Berat sind Gebäude auf höchstens fünf Geschosse oder 17 Meter bis zum Dachgesims begrenzt, in Pufferzone IV auf höchstens drei Geschosse oder 11 Meter, neue Wohngebäude dort sogar nur auf zwei bis drei Geschosse. Selbst im historischen Kern sind Umbauten auf drei Geschosse gedeckelt.
Grundlage: VKM Nr. 827/2023, Schutzplan für Berat, Artikel 7 Absatz 3 Buchstabe c Ziffer ii, Buchstabe ç Ziffer ii, sowie Artikel 12 Absatz 5 Buchstabe b
In der Schutzzone von Berat sind Dacheindeckungen in untraditionellen Farben oder Formen verboten, sofern sie sich deutlich vom historischen Bild abheben. Neue Wohngebäude in Pufferzone IV müssen ein traditionelles Vierflächendach tragen, und eine Außenverputzung ist dort vorgeschrieben.
Grundlage: VKM Nr. 827/2023, Schutzplan für Berat, Artikel 7 Absatz 3 Buchstabe c Ziffer ii und Buchstabe ç Ziffer ii
Häufige Fragen
Kann ich die Maklerprovision gegenrechnen?
In den meisten Rechtsordnungen ja, sie gehört zu den Veräußerungskosten und mindert den Gewinn. Bewahren Sie die Rechnung auf, auch wenn der Käufer sie teilweise getragen hat.
Was gilt bei einer geerbten Immobilie?
Dann zählt in der Regel nicht Ihr Erwerb, sondern der des Erblassers, sowohl für die Haltedauer als auch für die Anschaffungskosten. Das kann eine lange Haltedauer bedeuten und damit eine Befreiung, an die niemand denkt.
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