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Litauen · Nida

Steuer beim Immobilienverkauf in Nida

Der Gewinn aus einem Immobilienverkauf ist in fast allen Ländern steuerpflichtig. Wie hoch, ab wann und mit welchen Ausnahmen, unterscheidet sich erheblich, und die Ausnahmen sind der Teil, an dem das meiste Geld hängt.

Worauf die Steuer überhaupt anfällt

Besteuert wird in der Regel nicht der Verkaufspreis, sondern der Gewinn: der Erlös abzüglich dessen, was Sie damals bezahlt und seither investiert haben. Wer die alten Rechnungen für Sanierungen nicht mehr findet, versteuert einen Gewinn, den er nie gemacht hat.

Die Befreiungen, nach denen niemand fragt

Fast jede Rechtsordnung kennt Ausnahmen, und sie greifen nicht von selbst. Wer sie nicht kennt, zahlt freiwillig.

Das selbst bewohnte Objekt

Wer die Immobilie selbst bewohnt hat, ist in mehreren Ländern ganz oder teilweise befreit. An welche Dauer und an welchen Zeitpunkt das geknüpft ist, entscheidet über einen fünfstelligen Betrag.

Die Haltedauer

Mehrere Länder besteuern nur, wer innerhalb einer bestimmten Frist wieder verkauft. Ein Verkauf wenige Monate nach Ablauf kann deutlich günstiger sein als einer davor.

Wer die Steuer abführt

In einigen Ländern führt der Vertragserrichter oder der Notar die Steuer direkt ab, in anderen erklären Sie sie selbst. Der Unterschied ist wichtig: Im ersten Fall geht das Geld nie über Ihr Konto, im zweiten müssen Sie es zurücklegen.

Was Sie vorher zusammensuchen sollten

Den alten Kaufvertrag, die Nebenkosten von damals und jede Rechnung für Maßnahmen, die über bloße Erhaltung hinausgingen. Alles davon senkt den steuerpflichtigen Gewinn, und alles davon muss belegt sein.

Was in der Stadt Nida gilt

Nida liegt im Kuršių nerijos nacionalinis parkas, dem Nationalpark Kurische Nehrung, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Auf dem Großen Dünenrücken (Didysis kopagūbris) selbst dürfen keine neuen Gebäude errichtet werden, und zu seinem Hang ist ein Mindestabstand von 50 Metern einzuhalten. Diese Zone ist keine bloße Verwaltungsformalität, sondern schützt die wandernde Dünenlandschaft, die dem Nationalpark seinen Namen gibt.

Grundlage: Nutarimas Nr. 702 (2012 m. birželio 6 d.), Dėl Kuršių nerijos nacionalinio parko tvarkymo plano patvirtinimo, Punkt 11.3 (Bauverbot) und Punkt 12.1.3 (50-Meter-Abstand)

Wie hoch überhaupt gebaut werden darf, hängt von der genauen Landschaftszone ab: Auf Ökocampingplätzen sind es höchstens sechs Meter, in städtisch geprägten Erholungszonen bis zu neun Meter, in den denkmalgeschützten Ortsteilen darf die bestehende Gebäudehöhe nicht einmal erhöht werden. Welche Zone für ein konkretes Grundstück gilt, entscheidet, was auf ihm überhaupt zulässig ist, und gehört vor dem Kauf in Nida zwingend geklärt.

Grundlage: Nutarimas Nr. 702 (2012), Punkt 9.4.2.15 (Ökocamping), Punkte 9.4.2.16 bis 9.4.2.20 (Erholungszonen) und Abschnitt 9.2 (denkmalgeschützte Zonen)

Die Rechtslage in Litauen

Was den Verkäufer an Steuer trifft

Der Veräußerungsgewinn unterliegt der Einkommensteuer von 15 Prozent; der Verkauf des länger gehaltenen oder als Hauptwohnsitz genutzten Wohnsitzes ist unter Bedingungen steuerfrei. Offenlegung: Gewährleistung für Sach- und Rechtsmängel nach dem Zivilgesetzbuch (Civilinis kodeksas); der Verkäufer haftet für arglistig verschwiegene Mängel.

Worauf gerechnet wird

Gerechnet wird auf den Kaufpreis. Eine Grunderwerbsteuer gibt es nicht; der Käufer zahlt nur die gestaffelte Notar- und Registergebühr.

Grundlage: Verkäuferpflichten Litauen. Zuletzt am Gesetzestext geprüft: 2026-07-28.

Häufige Fragen

Kann ich die Maklerprovision gegenrechnen?

In den meisten Rechtsordnungen ja, sie gehört zu den Veräußerungskosten und mindert den Gewinn. Bewahren Sie die Rechnung auf, auch wenn der Käufer sie teilweise getragen hat.

Was gilt bei einer geerbten Immobilie?

Dann zählt in der Regel nicht Ihr Erwerb, sondern der des Erblassers, sowohl für die Haltedauer als auch für die Anschaffungskosten. Das kann eine lange Haltedauer bedeuten und damit eine Befreiung, an die niemand denkt.

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