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Litauen · Kėdainiai

Kaufnebenkosten in Kėdainiai

Die Nebenkosten entscheiden mit darüber, ob eine Finanzierung aufgeht, denn sie sind in der Regel nicht beleihbar und müssen aus Eigenkapital kommen.

Die Posten, die feststehen

Ein Teil der Nebenkosten ist gesetzlich festgelegt oder folgt einem amtlichen Tarif. Über diesen Teil lässt sich nicht verhandeln, er lässt sich nur genau berechnen. Dazu gehören je nach Land die Steuer auf den Erwerb, die Eintragung im Register und die Gebühr der beurkundenden Stelle.

Die Posten, über die verhandelt wird

Der andere Teil ist frei vereinbart, allen voran die Vergütung des Vermittlers. Wer sie trägt und in welchem Verhältnis, ist in mehreren Ländern in den letzten Jahren geändert worden.

Die Vergütung des Vermittlers

Sie ist der größte verhandelbare Posten. Mehrere Länder haben in den letzten Jahren festgelegt, dass sie zu teilen ist oder dass sie zahlt, wer den Vermittler beauftragt hat. Wer den Vertrag vor der Besichtigung liest, weiß, welche Fassung für ihn gilt.

Die Kosten der Finanzierung

Schätzkosten, Bereitstellungszinsen und die Eintragung der Sicherheit gehören zum Kauf, tauchen aber in keiner Nebenkostenübersicht des Vermittlers auf. Sie gehören trotzdem in die Rechnung, bevor eine Zusage gegeben wird.

Warum die regionale Ebene zählt

Mehrere Länder überlassen den Steuersatz der Region. Derselbe Kaufpreis kostet dann in zwei Regionen unterschiedlich viel Steuer, und der Unterschied ist groß genug, um eine Finanzierung zu kippen.

Was gern vergessen wird

Neben den vier großen Posten fallen regelmäßig an: die Kosten für die Löschung alter Eintragungen des Verkäufers, die Gebühr für die Eintragung der Finanzierung und, bei Wohnungen, die anteilige Zuführung zur Rücklage.

Was in der Stadt Kėdainiai gilt

In der visuellen Schutzpufferzone rund um den historischen Stadtkern (Senamiestis) von Kėdainiai ist die zulässige Bauhöhe je nach Teilgebiet auf höchstens 12 Meter bei ein bis zwei Geschossen plus Mansarde (Teilgebiet V1), höchstens 18 Meter bei zwei bis fünf Geschossen (Teilgebiet V2) oder höchstens 6 Meter für technische Bauten in den unbebaubaren Grünflächen (Teilgebiet V3) begrenzt. Neu errichtete und umgebaute Gebäude dürfen die im jeweiligen Teilgebiet vorherrschende Gebäudehöhe zudem grundsätzlich nicht überschreiten.

Grundlage: Kėdainių senamiesčio tvarkymo planas, Aiškinamasis raštas, Abschnitt III Punkt 13.1 und Abschnitt IV Punkt 14.2, Lentelė IV; bestätigt durch Lietuvos Respublikos kultūros ministro įsakymas Nr. ĮV-1026 vom 31.07.2020, TAR 2020-07-31 Nr. 16730

Die Rechtslage in Litauen

Worauf gerechnet wird

Gerechnet wird auf den Kaufpreis. Eine Grunderwerbsteuer gibt es nicht; der Käufer zahlt nur die gestaffelte Notar- und Registergebühr.

Die einzelnen Posten

Grunderwerbsteuer (gesetzlich fest): Es fällt KEINE Grunderwerbsteuer an. Litauen ist eines der wenigen Länder Europas ganz ohne Erwerbsteuer auf den Immobilienkauf. Der Käufer trägt nur die Notar- und die Registergebühr. Notar (amtlicher Tarif): Der Kaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Gebühr folgt einem amtlichen Staffeltarif von rund 0,33 bis 0,45 Prozent des Werts, mindestens etwa 33 Euro, gedeckelt bei rund 5.000 Euro, zuzüglich 21 Prozent Umsatzsteuer. Käufer und Verkäufer teilen sie häufig. Registergebühr (gesetzlich fest): Für die Eintragung ins Immobilienregister (beim Registrų centras) fällt eine nach dem Wert gestaffelte Gebühr an, markttypisch rund 0,03 bis 0,5 Prozent. Ein gestaffelter Betrag, kein fester Prozentsatz. Maklerprovision (frei vereinbar): Ein bis drei Prozent, frei vereinbar. Üblicherweise trägt sie der Verkäufer, für den Käufer fällt dann nichts an.

Umsatzsteuer beim Erwerb

Der Kauf einer Bestandswohnung von privat ist umsatzsteuerfrei; eine Grunderwerbsteuer fällt ebenfalls nicht an. Beim Neubau vom Bauträger fällt Umsatzsteuer zum Normalsatz von 21 Prozent an.

Grundlage: Kaufnebenkosten Litauen. Zuletzt am Gesetzestext geprüft: 2026-07-28.

Häufige Fragen

Kann ich die Nebenkosten mitfinanzieren?

Die meisten Banken finanzieren nur den Kaufpreis, weil die Nebenkosten keinen beleihbaren Gegenwert schaffen. Sie sind deshalb der Teil, der aus Eigenkapital kommen muss.

Lässt sich die Steuer auf den Erwerb senken?

In engen Grenzen, etwa indem bewegliches Zubehör im Vertrag getrennt ausgewiesen wird, soweit das der Wahrheit entspricht. Ein zu hoch angesetzter Anteil fällt bei einer Prüfung auf und kostet mehr, als er spart.

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